Dass ich ein sensibles Thema mit meinem Blogpost angehe, war mir bewusst. Ich war auf Kritik und Feedbacks eingestellt, war interessiert, wie andere Leute das Thema sehen. Über Sarah Kuttner möchte ich mich jetzt nicht mehr auslassen, denn sie war eigentlich nur der Auslöser für meinen Post.
Meine Intention war zu zeigen, dass wir gewisse Worte in Deutschland haben, die wir seit Jahrzehnten ohne bösen Hintergedanken benutzen. Wir benutzen sie, weil sie nahezu anerzogen sind, immer gebräuchlich und für uns nicht als "verletzend" ersichtlich waren. Dass manchmal, wenn es um gewisse Dinge wie Süßwaren, Spielzeug und Bücher geht, vielleicht doch zu extrem reagiert wird.
Genaugenommen sind es doch nette Sachen, eine Süßigkeit oder ein Spielzeug; etwas was man gern hat.
Durch die Aufklärung über Rassismus haben wir doch viel verändert in unserem Sprachgebrauch, reden bewusster, achten auf verletzende Worte. Zumindest sollte es so sein. (Das gilt leider nicht für alle und ich fürchte, das werden wir auch nie ändern können).
Doch ist das Thema so extrem sensibilisiert worden, dass eine vorsichtige (und ich meine damit nicht böswillige) Meinungsäußerung gleich einen Aufschrei der "vermeintlich Toleranten" auslöst, die leider viel zu schnell ins Extremistische rutschen. Die Meinung wird nicht toleriert, sie wird verschrieen, verrissen. Es geht weit in den Extremismus, der keine Probleme löst, sondern ein Feuer schürt, was mit offenen Worten sicherlich eher geklärt würde, als mit Hetzreden oder Anklagen. Eine höflich geführte Diskussion erfüllt weit mehr ihren Zweck als Beschimpfungen. Nicht jedes Gespräch kann zu einer Übereinkunft führen, aber ist es nicht trotzdem immer einen Versuch wert?
Ja, der Titel und Text provozieren. Um aufzuwecken. Zu zeigen, dass ich kein Rassist bin und doch so schnell zu einem gemacht werden kann. Es gibt ständig noch Deutsche, die im Urlaub als "Nazis" betitelt werden. Ob sie nun die Sprache des Landes beherrschen, sich respektvoll benehmen, spielt keine Rolle. Wir haben eine schlimme Vergangenheit, die wir nicht wieder gutmachen können, die immer wieder anstößt. Die Gräueltaten, die damals passiert sind, können wir leider nicht rückgängig machen. Doch wir versuchen immer wieder, offen auf andere Nationen zuzugehen, miteinander zu reden, zu integrieren und zu zeigen, dass wir "damals" bereuen, wie leid es uns tut. Und es ist wichtig, dass wir das nie vergessen, damit es nie wieder passiert. Wir arbeiten daran, stetig und kontinuierlich. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Dieses Blog sollte kein spezielles Thema haben, es sollte vieles kritisieren, hinterfragen, sensibilisieren und Meinungsaustausch ermöglichen. Bei einfachen Sachen auch nur die Leser etwas amüsieren (z. B. die Vorstellungsrunde). Um andere Meinungen zu hören. Von anderen Menschen zu lernen. Etwas zu verbessern. Zu diversen Themen. Nun war ich doch gezwungen, einen zweiten Teil zu schreiben. Um meine Erfahrungen zu teilen. Und allen, die es im letzten Teil nicht verstanden haben, nun noch einmal eines deutlich vor Augen geführt wird:
Wir sind nicht alle Rassisten, nur weil wir manchmal veraltete Bezeichnungen haben, oder uns manchmal schwer tun, alles politisch korrekt zu bezeichnen. Denn wenn wir mal ehrlich sind, haben wir mittlerweile schon Schwierigkeiten, überhaupt irgendetwas zu äußern, was politisch korrekt ist. Haben Sie mal in Foren nach politisch korrekten Ausdrücken gesucht? Jeder hat eine andere Meinung hierzu, teilweise ist der Ansatz der Frage schon rassistisch in manchen Augen.
Bitte tut mir den Gefallen, geht in euch. Denkt nach! Es gibt soviel Leid auf der Welt, arme Menschen, die verhungern und verdursten. Die an einer Grippe sterben müssen, weil sie kein Geld für Ärzte oder Medikamente haben. Bitte helft eher dort, als euch über den Namen einer Süßigkeit aufzuregen. Geht gegen Nazis oder Rassisten vor, die die Gleichrangigkeit der Völker heute leider noch viel zu oft in Frage stellen. Damit lässt sich wirklich die Welt verbessern.
Einfach ein "Miteinander", ein "Hand-in-Hand", statt ein "Dagegen".
An sich ist es doch wichtig, wie wir von innen sind. Fehler und Macken haben wir alle. Die kleinen Mängel zu tolerieren, mit ihnen umzugehen, die großen Macken zu verbessern, all das macht uns erst menschlich!
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Sonntag, 3. Juni 2012
Sonntag, 27. Mai 2012
Deutschland, deine Rassisten
Dass manche Deutsche rassistisch sind, ist keine Neuigkeit. Aber hat nicht jedes Land Rassisten?
Aus gegebenem Anlass muss ich mir die Frage stellen, ob wir Deutschen nun extrem rassistisch sind oder uns Rassismus einfach zu schnell vorgeworfen wird.
Sarah Kuttner hat in ihrer Lesung eine (ich zitiere) "Negerpuppe" erwähnt, die sie als Kind besessen hat. Gleich wurde geklagt und verurteilt, eben wegen jener so rassistischen Aussage. Nun versuche ich, objektiv wie ich bin, mir eine Meinung darüber zu bilden. Seit einigen Jahren ist es mir verboten, einen "Negerkuss" oder "Mohrenkopf" zu bestellen, da dieses rassistische Aussagen ungeahnten Ausmaßes sind. "Dickmann" ist nur die Firma... Wie bestelle ich das jetzt??? "Einen Schaumkuss mit ehemals rassistischem Namen?" Eine Waffel mit Schaumzeugs drauf, die in keinster Weise etwas mit der afro-amerikanischen Bevölkerung zu tun hat?
In die gleiche verlegene Situation kam meine Oma, die Zeit ihres Lebens Lakritztalerchen unter dem Namen "Negergeld" bestellt hatte. Der Mann an dem Süßwarenstand blickte sie erbost an und erklärte ihr, dass sie das so nicht bestellen dürfte, da die Äußerung absolut rassistisch und unangebracht wäre. Auch wenn sie 70 Jahre ihres Lebens das Lakritz so bestellt hätte, heute wäre das fremdenfeindlich und er könne ihr so nicht weiterhelfen.
Davon ausgehend, dass Sarah Kuttner so wie meine Oma Zeit ihres Lebens den Namen genutzt hatte, weil es einfach gebräuchlich war, denke ich, wir reden heutzutage definitiv zu schnell von Rassismus. Ich selber bin stets darauf bedacht, andere Völker nicht zu verurteilen, zu verallgemeinern geschweige denn mit Schimpfworten zu beleidigen. Aber wenn ich einen "Negerkuss" bestelle, möchte ich ja auch keinen Kuss von einem Afro-Amerikaner, sondern einfach nur diese blöde schokoladenüberzogene Schaumzeugsmischung und Waffel. Ich denke dabei weder an Afrika noch sonst irgendein Volk. Und ich hasse es verdammt nochmal, wenn ich mich bei der Bestellung eines Dings... (wie nenn` ich es denn jetzt???) ... um Kopf und Kragen reden muss, damit mich niemand für rassistisch hält. Ebenso ging es meiner Oma, die völlig verwirrt vor dem Süßwarenstand gestanden haben muss und überlegt hat, wie sie jetzt das "Negergeld" zu nennen hat. Es will den Völkern doch keiner was! Darf ich jetzt auch keine Chinaböller mehr kaufen? Muss ich sagen: Die Dinger, die laut platzen, nachdem man sie anzündet. Die hießen vorher wie ein Land in Asien... mit "Böller" am Ende? Wir starten ein fröhliches Rätsel: Ich sage das Land nicht und Sie müssen die Antwort raten! Wo führt uns das hin?
So gehe ich eben davon aus, dass Sarah Kuttner aufgewachsen ist mit dem Wort "Negerpuppe". Sicherlich war es nicht wirklich schlau, dies so in einem Buch zu veröffentlichen, da wir heutzutage so schnell als Rassisten verschrien werden. Vielleicht ist sie auch rassistisch, vielleicht auch nicht. Das ist mir persönlich völlig egal. Mich kotzt es einfach nur fürchterlich an, dass wir im Nullkommanichts als Rassisten betitelt werden, obwohl wir Worte benutzen, die wir in Kindertagen nutzen konnten und die heute plötzlich als pietätlos und rassistisch gelten, obwohl wir es gar nicht so meinen.
Was machen wir denn jetzt mit dem Sarotti-Mohr? Gibt es nur noch weiße Schokolade von Sarotti? Wurde der Sarotti-Mohr abgeschafft?
Wie gehen wir jetzt mit Wilhelm Busch Geschichte vom "Schwarzen Buben" um, der nachher viel "schwärzer als ein Mohrenkind" war? Dürfen Eltern diese Geschichte ihren Kindern nicht mehr vorlesen, weil das Wort "Mohr" enthalten ist?
Diese Kleinkariertheit und Korinthenkackerei ist doch ein Witz! Eine lächerliche Farce!
Wie werden wir oder andere Völker in der Welt denn genannt? Ob wir jetzt "Krauts" sind oder "Kartoffelfresser", es gibt sicher noch 1000 Namen für uns. Können wir das nicht mit Humor nehmen? Haben Sie deswegen schon geklagt?
Nein, Deutschland, hier sind wir alle Rassisten, sobald ein falsches Wort über unsere Lippen kommt. Also Deutschland, lerne gefälligst neue Beschreibungen und pass auf, was du sagst! Denn sonst kriegen sie dich!
Aus gegebenem Anlass muss ich mir die Frage stellen, ob wir Deutschen nun extrem rassistisch sind oder uns Rassismus einfach zu schnell vorgeworfen wird.
Sarah Kuttner hat in ihrer Lesung eine (ich zitiere) "Negerpuppe" erwähnt, die sie als Kind besessen hat. Gleich wurde geklagt und verurteilt, eben wegen jener so rassistischen Aussage. Nun versuche ich, objektiv wie ich bin, mir eine Meinung darüber zu bilden. Seit einigen Jahren ist es mir verboten, einen "Negerkuss" oder "Mohrenkopf" zu bestellen, da dieses rassistische Aussagen ungeahnten Ausmaßes sind. "Dickmann" ist nur die Firma... Wie bestelle ich das jetzt??? "Einen Schaumkuss mit ehemals rassistischem Namen?" Eine Waffel mit Schaumzeugs drauf, die in keinster Weise etwas mit der afro-amerikanischen Bevölkerung zu tun hat?
In die gleiche verlegene Situation kam meine Oma, die Zeit ihres Lebens Lakritztalerchen unter dem Namen "Negergeld" bestellt hatte. Der Mann an dem Süßwarenstand blickte sie erbost an und erklärte ihr, dass sie das so nicht bestellen dürfte, da die Äußerung absolut rassistisch und unangebracht wäre. Auch wenn sie 70 Jahre ihres Lebens das Lakritz so bestellt hätte, heute wäre das fremdenfeindlich und er könne ihr so nicht weiterhelfen.
Davon ausgehend, dass Sarah Kuttner so wie meine Oma Zeit ihres Lebens den Namen genutzt hatte, weil es einfach gebräuchlich war, denke ich, wir reden heutzutage definitiv zu schnell von Rassismus. Ich selber bin stets darauf bedacht, andere Völker nicht zu verurteilen, zu verallgemeinern geschweige denn mit Schimpfworten zu beleidigen. Aber wenn ich einen "Negerkuss" bestelle, möchte ich ja auch keinen Kuss von einem Afro-Amerikaner, sondern einfach nur diese blöde schokoladenüberzogene Schaumzeugsmischung und Waffel. Ich denke dabei weder an Afrika noch sonst irgendein Volk. Und ich hasse es verdammt nochmal, wenn ich mich bei der Bestellung eines Dings... (wie nenn` ich es denn jetzt???) ... um Kopf und Kragen reden muss, damit mich niemand für rassistisch hält. Ebenso ging es meiner Oma, die völlig verwirrt vor dem Süßwarenstand gestanden haben muss und überlegt hat, wie sie jetzt das "Negergeld" zu nennen hat. Es will den Völkern doch keiner was! Darf ich jetzt auch keine Chinaböller mehr kaufen? Muss ich sagen: Die Dinger, die laut platzen, nachdem man sie anzündet. Die hießen vorher wie ein Land in Asien... mit "Böller" am Ende? Wir starten ein fröhliches Rätsel: Ich sage das Land nicht und Sie müssen die Antwort raten! Wo führt uns das hin?
So gehe ich eben davon aus, dass Sarah Kuttner aufgewachsen ist mit dem Wort "Negerpuppe". Sicherlich war es nicht wirklich schlau, dies so in einem Buch zu veröffentlichen, da wir heutzutage so schnell als Rassisten verschrien werden. Vielleicht ist sie auch rassistisch, vielleicht auch nicht. Das ist mir persönlich völlig egal. Mich kotzt es einfach nur fürchterlich an, dass wir im Nullkommanichts als Rassisten betitelt werden, obwohl wir Worte benutzen, die wir in Kindertagen nutzen konnten und die heute plötzlich als pietätlos und rassistisch gelten, obwohl wir es gar nicht so meinen.
Was machen wir denn jetzt mit dem Sarotti-Mohr? Gibt es nur noch weiße Schokolade von Sarotti? Wurde der Sarotti-Mohr abgeschafft?
Wie gehen wir jetzt mit Wilhelm Busch Geschichte vom "Schwarzen Buben" um, der nachher viel "schwärzer als ein Mohrenkind" war? Dürfen Eltern diese Geschichte ihren Kindern nicht mehr vorlesen, weil das Wort "Mohr" enthalten ist?
Diese Kleinkariertheit und Korinthenkackerei ist doch ein Witz! Eine lächerliche Farce!
Wie werden wir oder andere Völker in der Welt denn genannt? Ob wir jetzt "Krauts" sind oder "Kartoffelfresser", es gibt sicher noch 1000 Namen für uns. Können wir das nicht mit Humor nehmen? Haben Sie deswegen schon geklagt?
Nein, Deutschland, hier sind wir alle Rassisten, sobald ein falsches Wort über unsere Lippen kommt. Also Deutschland, lerne gefälligst neue Beschreibungen und pass auf, was du sagst! Denn sonst kriegen sie dich!
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